Pressemitteilung Juli 2012

Letzte Hürde auf dem Weg zum freien Lernen   

Sudbury Schule München verschiebt ihre Eröffnung / Schulgemeinschaft bereits jetzt aktiv

Eine Schulgründung ist eine große Sache, und sie braucht Zeit - zumal, wenn es sich um ein hierzulande völlig neues Modell handelt. Der Verein „Sudbury München e.V.“ war seinem Ziel, die erste basisdemokratische Schule Münchens zu gründen, schon sehr nahe gekommen: Die Regierung hatte die Genehmigung in Aussicht gestellt und man rechnete fest damit, zum Schuljahresbeginn 2012 eröffnen zu können, doch am Ende fehlte ein entscheidender Baustein: das Gebäude.  Das Haus, mit dem man geplant hatte, stand kurzfristig doch nicht zur Verfügung.

Sprecherin Monika Wernz sagt: „Natürlich waren wir enttäuscht! Wir haben alle geglaubt, in diesem Jahr eröffnen zu können. Aber jetzt nehmen wir die geschenkte Zeit, um den Start noch besser vorzubereiten und so ein Jahr später kraftvoll und auf guter Basis anzufangen.“ Bereits jetzt haben sich zahlreiche Familien für die Sudbury Schule München angemeldet, einige davon sogar aus anderen Bundesländern, die bereit wären, für die Schule nach Bayern zu ziehen. Bis zum Schulstart sollen nun regelmäßige Treffen mit den Schülern stattfinden, damit diese sich kennenlernen und dabei mitwirken können, ihre eigene Schule zu gründen - was dem Sudbury-Konzept sehr entspricht. An Sudbury Schulen ist Demokratie kein Unterrichtsfach, sondern täglich  gelebte Praxis. Die Schüler bestimmen zusammen mit den Mitarbeitern die Regeln der Schulgemeinschaft. Die Freiheit des Einzelnen wird dabei hochgehalten, aber genauso werden die Rechte der Gemeinschaft geschützt. Grundlage des Lernens an einer Sudbury Schule sind die Begeisterung und die Interessen der Schüler. Die Sudbury Schule gehört zu den sogenannten „Demokratischen Schulen“, von denen es weltweit mehr als 200 gibt.

Trotz der Verzögerung ist der Verein „Sudbury München e.V.“ froh über das Erreichte – und auch ein bisschen stolz. Seit über sieben Jahren machen die Vereinsmitglieder bildungspolitische Arbeit und haben  viele Meilensteine hinter sich gelassen. Besonders glücklich ist man über die konstruktiven Gespräche mit der Regierung von Oberbayern und dem Kultusministerium, aber auch über die starke Gemeinschaft, die beständig wächst. Auch erste Geldgeber und eine wissenschaftliche Begleitung sind schon gefunden.

Was es jetzt dringend braucht, ist ein Gebäude mit weitläufigem Gelände.

Die Sudbury Schule München möchte sich gerne im Münchner Umland, Richtung Süden / Südwesten ansiedeln. Der Verein ist  überzeugt, dass dies auch eine Bereicherung für die Gemeinden wäre. Vorschläge sind herzlich willkommen!

Genau so wichtig sind Sponsoren, die dabei mitwirken möchten, dieses innovative und zukunftsträchtige Modell auf die Erde zu bringen – und so die bestehende Bildungslandschaft Bayerns zu bereichern.

Weitere Informationen unter www.sudbury-muenchen.de oder Tel. 0176 32 95 14 59  Spendenkonto: Stadtsparkasse München  Konto: 37 10 83 70

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