Petition vor dem Bildungsausschuss

Petition der Sudbury Schule Ammersee vor dem Bildungsausschuss


„Mit der unrechtmäßigen Schließung der Sudbury Schule Ammersee wurden nicht nur die Interessen einer kleine Schule verletzt – hier geht es grundsätzlich auch darum, wie die Bayrische Regierung mit Alternativschulen umgeht und wohin sich die bayrische Bildungspolitik bewegt!“, sagt Monika Diop-Wernz, Sprecherin der Sudbury Schule Ammersee. Der Verein Sudbury München e.V. hat deshalb eine Landtagspetition eingereicht, die an diesem Donnerstag, 08.02., im Bildungsausschuss behandelt wird.


Die Sudbury Schule Ammersee war nach nur zwei Jahren Laufzeit Ende des Schuljahres 2015/2016 von der Regierung von Oberbayern geschlossen worden. Angeblich würde nicht genügend gelernt. Für die Schulgründer absolut nicht nachvollziehbar. Auch zahlreiche Wissenschaftler wie Ulrich Klemm, Gregor Lang-Wojtasik, Klaus Hurrelmann oder Peter Gray, sowie Bildungspolitiker wie die Vorsitzende des Bayrischen Lehrerverbandes, Simone Fleischmann, setzen sich für die Wiedereröffnung der Schule ein. Aktuell steht noch das Hauptsacheverfahren vor dem Bayrischen Verwaltungsgericht in München aus. Einen Termin gibt es noch nicht, jedoch soll das Verfahren laut Auskunft des Gerichts noch Anfang diesen Jahres stattfinden.


In ihrer Petition fordern die Sudbury-Vertreter nicht nur die Wiedereröffnung ihrer Schule, sondern erheben zudem schwere Vorwürfe gegen die bayrische Verwaltungsbehörde:

  • Sachbearbeitern mangle es an Kompetenz und Sachkenntnis über ein international bewährtes Schulkonzept.
  • Die Regierung habe die (positiven) Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung ignoriert; ihre Entscheidung stünde im eklatanten Widerspruch zu den Aussagen zahlreicher Wissenschaftler und Experten.
  • Aussagen von Schülern, Eltern, Ärzten und Therapeuten seien ebenfalls ignoriert worden.
  • Die Vertreter der Schulaufsicht hätten sich bei ihrer Inspektion grenzüberschreitend verhalten, ein Schüler sei zusammengebrochen. Dienstaufsichtsbeschwerden von Eltern seien nicht ernst genommen worden.
  • Die Schule sei ausschließlich nach Kriterien der Regelschulen begutachtet worden, das spezielle Konzept sei nicht berücksichtigt worden.


Sprecherin Monika Diop-Wernz betont: „Wir hören derzeit von immer mehr Schulen, dass die Behörden unangemessen vorgehen: Sie statten unangekündigte Besuche ab, versuchen massiv in die Konzepte einzugreifen oder erschweren und verweigern Schulen die Genehmigung. Es wird Zeit, dass dieses gesetzeswidrige Vorgehen öffentlich diskutiert wird!“

Zurück