Eine Flut von Unterstützung aus aller Welt

Pressemitteilung


Flut von Unterstützung aus aller Welt


Sudbury Schule Ammersee ist überwältigt von so viel Solidarität / Einvernehmliche Lösung mit der Regierung gesucht
Reichling, Hofstetten, München, Darmstadt, Hamburg, Berlin, Wien, Madrid, Gent, London, Dublin, Harderwijk, Jerusalem, Baltimore, New Jersey, Ohio, Montana, New York, West Virginia, Sydney … 
Von überall her erreichte die Sudbury Schule Ammersee an ihrem gestrigen „Internationalen Tag der Solidarität“ Unterstützung. Man könnte die Liste noch lange weiterführen.


Während die Schulgemeinschaft selbst erneut vor dem Kultusministerium München gegen die Schließung der Schule demonstrierte, schickten Mitstreiter aus aller Welt Grüße, Fotos und Videos.


Die Regierung von Oberbayern hatte die Sudbury Schule Ammersee nach nur zwei Jahren wieder geschlossen. Obwohl erste Absolventen bereits erfolgreich ihre Abschlüsse gemacht hatten, bezweifelten die Regierungsvertreter, dass an der Sudbury Schule genug gelernt würde. Für die Schulgemeinschaft und zahlreiche Experten ist das nicht nachvollziehbar. Sie engagieren sich intensiv für die Wiedereröffnung der Schule.
Vorlesung, Tanzfest und Demo
Sudbury Schulen aus vielen Ländern haben Videos geschickt, in denen Schüler unter anderem erzählen, was sie an ihrer Schule gelernt haben: „Mich selbst zu organisieren … besser mit anderen Menschen umzugehen … Goethes ‚Faust‘ …“ Auch Briefe an Kultusminister Ludwig Spänle gingen raus. „Sudbury-Schulen bieten eine exzellente Bildung, allerdings sieht diese völlig anders aus“, heißt es in einem Schreiben aus Südafrika. „Sudbury-Schulen befähigen die Menschen, ihren Geist zu erweitern“, schreibt eine Mitarbeiterin der Sudbury-Schule in Kalifornien. „Machen Sie die Sudbury Schule Ammersee zur Chefsache!“, forderte Georg Feifel, Vertreter der „Aktion Humane Schule“ bei der Demo in München.
In Wien lasen Demonstranten eine Protestnote vor der bayrischen Repräsentanz vor, in Weingarten hielt Professor Gregor Lang-Wojtasik vor 70 Studierenden eine Solidaritäts-Vorlesung ab, in Atlanta, USA, wurde ein Tanzfest organisiert. In Straßburg trugen Unterstützer den Fall beim Weltforum für Demokratie des Europarates vor.  Auch der bekannte Reformpädagogie Otto Herz schickte mutmachende Grüße.
Der größte Wunsch der Schulgemeinschaft ist es, dass sie ihre Schule so schnell wie möglich wieder eröffnen kann. Gegen die Schließung hatte sie Klage eingereicht. In den nächsten Wochen entscheidet der Verwaltungsgerichtshof, ob die Schule zumindest vorübergehend, bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren, wieder eröffnen kann. 
Unabhängig davon sucht die Schulgemeinschaft den konstruktiven Austausch mit der Regierung und dem Kultusministerium. „Uns ist sehr daran gelegen, eine einvernehmliche Lösung zu finden“, sagt Sprecherin Monika Wernz. „Gerade in diesen Zeiten sehen wir uns auch als Impulsgeber. Es ist wichtiger denn je, dass sich junge Menschen intensiv mit demokratischen Werten auseinandersetzen.“

Die Schulvertreter wünschen sich eine faire Chance: eine deutlich längere Laufzeit als zwei Jahre, um sich zu etablieren, und einen unvoreingenommenen Blick auf diese so besondere Art von Schule.
Weitere Informationen sowie sämtliche Solidaritäts-Botschaften unter www.sudbury-schule-ammersee.de
Pressekontakt:
Monika Wernz,  Tel. 0176 32951459, Email: monika.wernz@sudbury-muenchen.de
Simone Kosog, Tel. 0171 1906752, Email: simone.kosog@sudbury-muenchen.de 

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