Christian Horvath

Christian Horvath

christian.horvath@sudbury-muenchen.de

Papa von 2 Kindern, konstruktiver Rebell, Pragmatiker und Idealist, Parkettleger, Jurist, Controller, beruflich aktuell als Risikomanager tätig.

Warum ich mich für diese unglaublich tolle Idee begeistere und was mich antreibt...? Da weiß ich gar nicht, wo ich anfagen soll zu erzählen ;-). Na, auf jeden Fall sind es in erster Linie all die Kinder, die mal auf diese Schule gehen dürfen, die das natürliche Recht haben sollen, sich frei, also selbstbestimmt, und eigenverantwortlich entfalten zu können und ihren Spass am Lernen und an Schule behalten zu dürfen.

Verheerende Entwicklungen im Regelschulsystem (stetig steigende Burnout-Rate bei Lehrern und Schülern, stetig steigender Medikamentenkonsum wegen angeblicher Normabweichungen, zunehmende Perversion des Leistungsgedankens, Abwendung von der Herzensbildung hin zur Wissensbulimie etc.) waren ein untrügliches Zeichen für mich, das da was nicht stimmt. Ganz zu schweigen von dem unerträglichen Zustand, dass ein Großteil der Kinder, ab der 5./6. Klasse nämlich, anfängt, die Lust am Lernen zu verlieren und der Schule innerlich zu kündigen. Wie kann das sein, wo doch Lebensfreude und Erfüllung der prägende Eindruck im Leben eines Heranwachsenden sein sollen und nicht Frust?

Seit Jahren schwelt also eine Bildungskrise, Bücher über Schule und Lernen finden sich in den Bestsellerlisten, in den Talkshows werden Bildungsthemen hoch und runter diskutiert, immer mehr Eltern schauen sich nach Alternativen für ihre Kinder um. Es ist ein hochpolitisches Thema, das politisches Engagement von Bürgern erfordert. Auch das ein Grund, warum ich mich für Sudbury einsetze.

Ich erlebe immer wieder, dass Kinder mit einer unglaublichen Auffassungsgabe ausgestattet sind und somit Sachverhalte mit atemberaubernder Geschwindigkeit und Tiefe aufnehmen können, wenn sie dies unbehelligt von irgendwelchen Zwängen und ganz nach eigener Façon erledigen dürfen. Ich sehe aber nicht, wie sie das im herrschenden Bildungssystem leben, wie sie bei all der Fremdbestimmung ihre einzigartige Persönlichkeit wirksam entfalten können.

Und dann diese Demokratiedefizite in unserem Land. Es ist ja schon fast zum geflügelten Wort geworden: „Wir, die Deutschen, haben zwar eine Demokratie, aber keine Demokraten.“ Also noch ein Grund, sich mit Sudbury auseinander zu setzen, denn hier ist Demokratie nicht nur Inhalt eines einzigen Unterrichtsfachs und damit bloße Theorie, sondern täglich gelebte Praxis.

Am liebsten wäre ich selbst gern auf eine Sudbury Schule gegangen.

 

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